John Maeda in Paris January 6, 2006
Posted by reto wettach in exhibitions, media art.trackback

In der Foundation Cartier pour l’art contemporain in Paris zeigt John Maeda zwei neue Arbeiten, die er extra für diese Ausstellung – seine erste Soloshow in Europa übrigens – entwickelt hat:
Nature beschäftigt sich mit “Motion Painting” und zeigt Visuals, die scheinbar auf Naturphänome beruhen. Ich fand die ästhetische Sprache dieser Arbeiten schön und inspirierend, auch die Form der Ausstellung in einem schwarzen Raum mit sieben Projektionsflächen, die ca 2 m von der Wand frei im Raum hingen, gefiel mir gut. Allerdings konnte ich den Link zur Natur in den Arbeiten nicht richtig erkennen.
In Eye’ M Hungry präsentiert John Maeda sechs interaktive Installationen, die das Konzept von Interaktivität mit “whispy and humour” Kindern näher bringen soll. Ich fand das Ganze nicht wirklich witzig und in der Auffassung von Interaktivität etwas historisch: Eine Arbeit beispielsweise bestand aus Tastatur und Projektion. Auf der Projetion konnte man drei Reihen von Broccoliköpfen sehen, die die Buchstabentastenreihen auf der Tastatur repräsentierten. Bei Tastendruck sprang dann das entsprechende Broccoli in die Luft und hüpfte aus dem Bildschirmbereich heraus…
John hat auf seiner Webseite ein kleines, recht verwackeltes Video hochgeladen, einen Walk-Through durch seine Ausstellung, den er selbst gedreht hat. Ausserdem kann man auf seiner Webseite einen kurzen Trailer von einer der Visualisierungen für Nature finden. Auf der Webseite der Cartier-Stiftung gibt es u.a. ein Interview mit Maeda, Bilder von der Ausstellung und Texte.
Insgesamt ist die Ausstellung sehenswert, vor allem wegen der Kombination von John’s Arbeiten mit den hyperrealistischen Skulpturen von Ron Mueck. Wer also in Paris ist: Nichts wie hin!
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